Veranstaltungen

Veranstaltungsreihe „Frieden in Westafrika“ (2013)

Wann
24. Oktober, 1. November und Dezember 2013
Wo
Afrika Haus, Berlin-Moabit (Oktober und November)

Im Herbst 2013 haben wir mit der Veranstaltungsreihe „Frieden in Westafrika“ über die Krise in Mali und in der Region diskutiert. An drei Abenden ging es um Ursachen, Akteure und Folgen des Konflikts – bis nach Berlin.

Worum es ging

Der Militärputsch in Mali im März 2012 und der Krieg im Norden des Landes hatten tiefe Spuren hinterlassen: geschwächte staatliche Strukturen, Armut, Menschenrechtsverletzungen und Flucht. Wir wollten die Menschen in Berlin über die Hintergründe informieren, damit sie sich selbst engagieren können.

Eingeladen waren Organisationen und Verbände, Botschaften, Kirchen und Moscheen, die afrikanische Diaspora und alle Interessierten. Gemeinsam sollten sie sich friedlich austauschen und konkrete Lösungsvorschläge entwickeln. Schon 2012 hatten wir in unserem ersten entwicklungspolitischen Bildungsprojekt, der Reihe „Sicherheitsproblematik im Nordwesten Afrikas“, drei Podiumsdiskussionen zu Konflikten in der Region veranstaltet.

Die drei Abende

  • 24. Oktober Rolle der Afrikanischen Union und der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS im regionalen Friedensprozess Impulsfilm „Sahel calling“, danach Podium mit Fachleuten aus Politikberatung und Entwicklungsökonomie
  • 1. November Destabilisierungsgefahr in Nord- und Westafrika: Konflikte, Konfliktpotenziale und Perspektiven für einen nachhaltigen Frieden in der Region Impuls einer Politikwissenschaftlerin der Freien Universität Berlin, Podium mit einem ehemaligen deutschen Botschafter in Bamako und dem Sprecher des Fachausschusses für Internationale Politik, Frieden und Entwicklung der SPD Berlin
  • Dezember Internationale Dimensionen der Krise: Perspektiven für die nachhaltige Friedensförderung in der Region mit Blick auf das Flüchtlingscamp am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg

Die Abende im Afrika Haus in Moabit begannen jeweils um 18:30 Uhr mit einem Empfang bei Kaffee, Kuchen und Snacks. Danach folgten Begrüßung, Impuls und Podiumsdiskussion. An der Moderation war NARUD e.V. beteiligt. Auf den Programmen stand unser damaliges Motto: „Frieden, Hilfe und Brüderschaft“.

Fragen des ersten Abends

  • Sind die Strukturen von Afrikanischer Union und ECOWAS zeitgemäß?
  • Welche Potenziale haben diese Organisationen?
  • Warum scheitern sie in ihrer Rolle?

Was wir diskutiert haben

Am letzten Abend ging es um die Ursachen der Krise in Mali: die Folgen von Sklaverei und Kolonialismus, die Lage der Tuareg im Norden, den Krieg in Libyen und das Interesse an den Rohstoffen der Region. Eine zentrale Botschaft lautete:

Die Probleme in Mali lassen sich nicht militärisch lösen.

Fazit des dritten Abends

Es braucht vielmehr eine kluge Entwicklungspolitik, die von Bildung begleitet wird. Auch die Lage der Geflüchteten am Oranienplatz kam zur Sprache: Betroffene schilderten ihre Situation selbst. Auf dem Podium ging es zudem um Residenzpflicht und Arbeitsrecht für Geflüchtete in Deutschland.

Ende 2013 haben wir das Projekt abgeschlossen. Im Jahr darauf griffen wir das Thema mit unserem Fachtag „Hèrè Dòròn! – Nur Frieden in Mali“ wieder auf.