Veranstaltungen

AMK-Fachtag 2024: Frieden für den Sudan!

Wann
Samstag, 28. September 2024
Wo
Kurt-Schumacher-Haus, Berlin-Wedding, und online
Partner
NARUD e.V. Sudania e.V.
Gefördert von
Engagement Global im Auftrag des BMZ Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe Berlin

Seit über einem Jahr herrschte im Sudan Krieg – und die Welt schaute weg. Bei unserem Fachtag am 28. September 2024 im Kurt-Schumacher-Haus fragten wir gemeinsam mit Fachleuten und vielen Vertreter*innen der sudanesischen Diaspora: Wie kann der Krieg beendet werden?

rund 70

Teilnehmende vor Ort, weitere per Zoom

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Impulsreferate am Vormittag

Worum es ging

2019 wurde im Sudan der langjährige Diktator Omar al-Baschir gestürzt. Ein Übergang zu Demokratie und Stabilität schien möglich. Doch im April 2023 brach Krieg zwischen der Armee und der RSF-Miliz aus – auf Kosten der Bevölkerung.

Als wir zum Fachtag einluden, litten 26 Millionen Menschen an Hunger, Millionen waren auf der Flucht vor Gräueltaten. Selbst Krankenhäuser und Schulen wurden zerstört. Wie konnte es so weit kommen?

Mit diesem Fachtag begann unser zweijähriges Projekt „Frieden und Entwicklung im Sudan: Gibt es Wege aus dem Alptraum?“, zu dem zwei Fachtage gehörten. Es ging der Frage nach, warum die Demokratisierung nach 2019 scheiterte, und suchte Wege aus dem Bürgerkrieg.

Leitfragen

  • Wie könnte eine Konfliktlösung aussehen, die dauerhaft trägt – und wie lässt sie sich einleiten?
  • Wie können Wiederaufbau, Stabilisierung und Demokratisierung in einem souveränen Sudan beginnen?
  • Wie können Frauenorganisationen und die Jugend, die sich besonders aktiv am Sturz des alten Regimes beteiligt hatten, den Wandel wirksam voranbringen?
  • Wie können die sudanesische Diaspora in Deutschland und die Bundesregierung das unterstützen?

Das Programm

Der Fachtag fand vor Ort und per Zoom statt, mit Simultandolmetschung Deutsch–Englisch.

  • 9:45 Uhr Ankommen
  • 10:00 Uhr Begrüßung durch den AMK e.V.
  • 10:10–13:30 Uhr Fünf Impulsreferate mit kurzen Diskussionen
  • 13:30 Uhr Mittagspause mit afrikanischem Buffet
  • 14:00–16:00 Uhr Podiumsdiskussion, danach offene Diskussion mit dem Publikum mit den Referierenden und weiteren Gästen, darunter der Vorsitzende des Sudanclub e.V. (Salam Sudan Campaign) und ein Wissenschaftler der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)

Die Impulsreferate

  • Die Geschichte des Konflikts und die Folgen des Kolonialismus – ein Professor des Subsahara Centre in Kanada
  • Die Geopolitik des Sudan, seine Nachbarn und äußere Einflussmächte – eine ehemalige Botschafterin des Sudan
  • Die Rolle von Frauenorganisationen – eine sudanesische Frauen- und Menschenrechtlerin
  • Die Rolle der Jugend – ein Vertreter des National Movement for Building and Development (NMBD)
  • Der Krieg im Sudan und Deutschlands verdrängte Verantwortung – ein Historiker und Sudan-Experte

Was wir mitgenommen haben

Der Tag beleuchtete den Konflikt aus vielen Richtungen: historisch, geopolitisch sowie mit Blick auf Geschlechter und Generationen. Besonders im Blick war die Rolle von Frauen und Jugend beim Wiederaufbau des Landes.

In der Diskussion wurden ein Waffenstillstand auf Grundlage des Dschidda-Protokolls und eine stärkere Beteiligung ziviler Akteure gefordert.

Wie es weiterging

In ihren Rückmeldungen wünschten sich Gäste mehr Zeit für Diskussion und weitere Themen: ethnische Konflikte und nationale Identität, einen Blick auf alle beteiligten Akteure im Land, in der Region und international, und Lehren aus Konflikten, die anderswo beendet werden konnten.

Ein Jahr später folgte unser zweiter Sudan-Fachtag: „Der Sudan im anhaltenden Alptraum – Wie kann der vergessene Krieg beendet werden?“

Der Fachtag wurde von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gefördert.