
Mit dem „Weddinger Netzwerk des Interkulturellen Dialogs“ haben wir 2016 und 2017 Moscheen, Kirchen und migrantische Vereine im Wedding an einen Tisch gebracht. Es ging um Themen aus dem täglichen Miteinander im Bezirk – und um die Rolle von Religion in der Gesellschaft.
2016: Kultur geht durch den Magen
Von September bis November 2016 luden wir jeden Monat zu einem Vernetzungstreffen ein. Partner waren Alkawakibi e.V., die Arresalah-Moschee und unsere Schwesterorganisation NARUD e.V. Träger und Aktive aus Moscheen, Kirchen und migrantischen Vereinen tauschten dort ihre Erfahrungen aus. Das Motto: „Kultur geht durch den Magen“.
Zum Programm gehörten auch die Gesprächsrunde „Flucht übers Mittelmeer“ und der Fachtag „Demokratie und Stabilität in Afrika“ am 5. November 2016 (mehr dazu unter BurkinAfrique). Den Abschluss bildete ein Welcome Day mit Wir Gestalten e.V.
Unsere Ziele
- informieren, wie es um die interreligiöse Verständigung im Wedding steht
- soziale, nachbarschaftliche und religiöse Einrichtungen mit migrantischen Vereinen vernetzen und ihre Zusammenarbeit stärken
- gemeinsam überlegen, wie ein interreligiöses und interkulturelles Netzwerk entstehen kann
- das Miteinander und die Wertschätzung der Vielfalt im Wedding fördern
2017: drei Podien über Religion
Von Mai bis Dezember 2017 ging das Projekt weiter. Jetzt stand die Rolle von Religion in der Gesellschaft im Mittelpunkt – und die Frage, was gegen religiöse Spannungen, Vorurteile, Diskriminierung und Extremismus hilft. Dazu luden wir zu drei Podiumsdiskussionen ein:
- 3. Oktober 2017 Rolle und Funktion von Religion und religiösen Einrichtungen in der heutigen Gesellschaft Tag der offenen Moschee in der Arresalah-Moschee, rund 50 Gäste
- 27. Oktober 2017 „Religiöse und ethnisch basierte Vorurteile innerhalb der migrantischen Gemeinschaft“ Haus der Jugend, rund 30 Gäste
- 17. November 2017 „Religiöser Extremismus und die Instrumentalisierung religiöser Spannungen in Europa“ Haus der Jugend, rund 20 Gäste
Der Tag der offenen Moschee war für uns ein fester Termin: 2016 hatten wir an diesem Tag schon zum vierten Mal mit Partnern eine Veranstaltung organisiert.
Am 9. Dezember 2017 endete das Jahr mit einem Vernetzungstreffen im SprengelHaus, gemeinsam mit NARUD e.V.
Mit dabei
Auf den Podien sprachen Vertreter*innen unter anderem von diesen Organisationen:
- Inssan e.V.
- Alkawakibi e.V.
- Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
- ForumDialog/House of One
- Alevitische Gemeinde zu Berlin
- Bürgerplattform Wedding/Moabit
- EPIZ Berlin
- ReachOut
Mehr zu unserer Dialogarbeit
Ein verwandtes Projekt aus derselben Zeit ist „Annäherung durch Dialog“. Einen Überblick gibt der Bereich Interreligiöser und interkultureller Dialog.
Die Podiumsreihe 2017 wurde über die Partnerschaft „Demokratie in der Mitte“ im Bezirk Mitte gefördert.

