Von August 2024 bis Juli 2025 haben wir mit unserem Partnerverein J2DC in Douala und Foumban 60 junge Menschen zu Motorradmechaniker*innen ausgebildet. Eine Kampagne warb zugleich für mehr Sicherheit im Straßenverkehr, für Helme und für den Schutz der Umwelt.
60
Motorradmechaniker*innen ausgebildet
50
Führerscheine der Klasse A
750
Motorradtaxifahrer*innen erreicht
250
junge Menschen beruflich beraten
Ausgangslage
Zehntausende junge Mädchen und Binnenvertriebene in Douala und Foumban können kein angemessenes Einkommen erzielen und leben in großer Armut. Selbst viele Menschen mit Qualifikation und Berufserfahrung finden keine Arbeit. Eine Ausbildung in Mechanik ist für benachteiligte Jugendliche kaum erreichbar: Sie kostet Geld, Angebote sind selten, und Frauen werden in manchen Branchen an den Rand gedrängt.
In Douala und Foumban sind Motorräder das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel. Viele Jugendliche ohne Perspektive fahren Motorradtaxi, weil sie damit schnell etwas zum Überleben verdienen. Doch der Beruf bringt Probleme mit sich: bei der Verkehrssicherheit, beim Gesundheitsschutz und für die Umwelt. Viele Fahrer*innen wissen zudem wenig über andere berufliche Möglichkeiten.
Was wir gemacht haben
Ausbildung in Motorradmechanik
Zehn Monate lang lernten die Teilnehmenden das Handwerk: 42 in einem Zentrum für die Integration junger Menschen in Douala, 18 an der Berufsschule CENSAMA in Foumban. Dazu gehörten Praktika in Werkstätten der Marken LIFAN und BAJAJ sowie Einheiten zu Verkehrssicherheit, Umwelt und Gesundheitsschutz.
Führerschein Klasse A
Wir haben 50 Personen auf dem Weg zum Motorradführerschein begleitet. Mit Unterstützung der Fahrschulen IMANE Service und Noun bestanden sie im März 2025 die Prüfung.
Kampagne für Verkehrssicherheit
Die Kampagne drehte sich um sicheres Fahren, Helme und Umweltschutz. Wir haben für Schutzausrüstung geworben und ihre Nutzung erleichtert. In Foumban waren wir mit einem Stand beim NGOUON-Festival vertreten, das bis zu 20.000 Menschen besuchen.
Berufsberatung
Junge Menschen erhielten Beratung zu Beschäftigung, Selbstständigkeit und Einkommensplanung. Statt der geplanten 200 nahmen 250 das Angebot wahr.
Was wir erreicht haben
- 60 junge Menschen sind ausgebildete Motorradmechaniker*innen: 15 Frauen und 45 Männer, 25 von ihnen Binnenvertriebene.
- 22 junge Menschen fanden im Anschluss Arbeit, 18 machten sich selbstständig. 12 schrieben sich an der Berufsschule in Foumban ein, 15 begannen eine Qualifizierung im Medienbereich.
- Rund 1.000 Menschen hat die Kampagne für Verkehrssicherheit direkt erreicht, darunter 750 Motorradtaxifahrer*innen.
- Rund 35.000 Menschen haben begleitende Radiosendungen nach unserer Schätzung erreicht.
- Der Kurs bleibt: Das Ausbildungszentrum in Foumban bietet ihn nun alle zwei Jahre an.
Die Zusammenarbeit mit J2DC
Begonnen hat unsere Zusammenarbeit mit J2DC 2022 mit der Nähausbildung für Binnenvertriebene in Douala. Direkt nach der Motorradmechanik folgte als drittes gemeinsames Projekt die Ausbildung in Kleintierhaltung und Futterherstellung.
Das Projekt wurde im Rahmen des EZ-Kleinprojektefonds von der Stiftung Nord-Süd-Brücken im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.


