Mit „Femmes Dynamiques – Starke Frauen, Starke Gesellschaft“ haben wir uns 2020 für muslimische Frauen in Berlin eingesetzt, vor allem für Frauen aus afrikanischen und asiatischen Ländern. Workshops, Beratung und Sport sollten ihre gesellschaftliche Teilhabe stärken – und über sie auch die ihres Umfelds.
Ausgangslage
Muslimische Frauen aus Afrika und Asien sind von intersektionaler Diskriminierung betroffen: Sie werden aus mehreren Gründen zugleich benachteiligt. Vielen fällt es schwer, etwas für ihre Gesundheit zu tun, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und sich öffentlich einzubringen.
Hinzu kommt: Viele Freizeitangebote, auch im Sport, passen nicht zu ihren Lebensverhältnissen.
Die Idee: Sport verbindet
Sport war der gemeinsame Rahmen des Projekts: Er macht das Angebot attraktiv und stiftet Gemeinschaft. Rund um die Bewegung gab es Workshops und Beratung. Das Motto lautete „von Frauen für Frauen“.
Unsere Angebote
Workshops
In den Workshops ging es darum, Gemeinschaft aufzubauen und Wissen zu erwerben: zu Bildung, Antidiskriminierung, Gesundheit, Sport und Teilhabe. Themen waren etwa das Bildungs- und Gesundheitssystem oder der Arbeits- und Wohnungsmarkt.
Beratung
Ein Beratungsangebot baute auf den Workshops auf. Hier konnten die Frauen Themen vertiefen und persönliche Fragen besprechen, auch bei Diskriminierung. Die Beratung war kostenlos.
Sport
Ein niedrigschwelliges Sportangebot erleichterte den Einstieg in die eigene sportliche Betätigung – mit Bewegung, die in den Alltag passt.
Kinderbetreuung
Parallel zu den Workshops gab es eine Kinderbetreuung. So konnten auch Mütter teilnehmen.
Gemeinsam stärker
Die Frauen sollten sich untereinander vernetzen und Kontakte zu öffentlichen Stellen knüpfen. Gemeinsam wollten wir Diskriminierung entgegentreten und die Interessen muslimischer Frauen vertreten.
Im Sommer 2020 traf sich eine Gruppe von 20 Frauen an mehreren Sonntagen in den Räumen des Moabiter Ratschlag e.V. in Berlin-Moabit.
Das Projekt wurde von der Robert Bosch Stiftung gefördert.

