Projekte

AfrisCool – Ferienprogramm

Wann
Sommerferien 2018 bis 2020
Wo
Berlin-Wedding
Partner
1. FC Afrisko (2018) NARUD e.V. (Projekt SAfE, 2020)

AfrisCool bot Kindern von 7 bis 12 Jahren in den Sommerferien 2018, 2019 und 2020 je eine Woche mit Sport, Spiel und Bildung. Mitmachen konnten Kinder mit und ohne Migrationsgeschichte, besonders angesprochen waren Schwarze Kinder und ihre Familien.

3

Ferienwochen von 2018 bis 2020

45

Kinder im ersten Jahr

25

Kinder 2019

7–12

Jahre alt waren die Kinder

Die Idee

Viele Kinder lieben Fußball. Diese Begeisterung bringt Kinder mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zusammen – darauf baut AfrisCool auf. Jeden Tag gab es Training, Spiele für den Zusammenhalt und eine Bildungseinheit.

In den Bildungseinheiten ging es um Globales Lernen und um die Frage, wie Diskriminierung entsteht und was man dagegen tun kann. Fair Play und Teamgeist halfen, einen respektvollen Umgang einzuüben.

Vorbilder aus der Diaspora

Geplant und gestaltet wurde AfrisCool von Menschen mit Migrationserfahrung. Die Trainer*innen und Referent*innen kamen fast alle aus der afrikanischen Diaspora. Schwarze Menschen als Expert*innen zu erleben, hat viele Kinder gestärkt. Damit sich auch Mädchen wohlfühlten, achteten wir auf weibliche Betreuung.

Drei Sommer AfrisCool

2018: der Anfang

Vom 23. bis 27. Juli 2018 trafen wir uns auf der Sportanlage Behmstraße in Berlin-Gesundbrunnen, gemeinsam mit dem Fußballverein 1. FC Afrisko. Geplant waren 10 bis 12 Kinder am Tag, es kamen 20 bis 30, insgesamt 45. Mit einem großen Holzpuzzle des afrikanischen Kontinents ging es um Herkunft und Identität. Ein Bilderquiz stellte Klischees über Afrika infrage.

2019: die zweite Runde

Vom 8. bis 12. Juli 2019 waren 25 Kinder dabei, an manchen Tagen fast zur Hälfte Mädchen. Eine Trainerin und ein Trainer afrikanischer Herkunft leiteten Fußball, Handball, Tennis und Zirkeltraining. In vier Bildungseinheiten lernten die Kinder, Diskriminierung zu erkennen und sich dagegen zu wehren. Bei einer Schnitzeljagd über den Sportplatz entdeckten sie Vorbilder aus Kenia, Pakistan, Deutschland und Nigeria.

Am letzten Tag ging es zum Sea Life am Alexanderplatz. Am Ende wünschten sich die Kinder mehr Afrobeat-Musik und eine ruhige Rückzugsecke.

2020: Tanzen zu Afrobeats

Vom 3. bis 7. August 2020 gab es vormittags Fußball und nachmittags Tanz, wieder auf der Sportanlage Behmstraße. Mit einer professionellen Tänzerin studierten die Kinder eine Choreografie zu Afrobeats ein und führten sie am letzten Tag ihren Familien vor.

In den Bildungseinheiten ging es um afrikanische und Schwarze Widerstandsgeschichte und um Errungenschaften Afrikas. Die Woche fand in Kooperation mit dem Projekt „SAfE – Stärkung Afrikanischer Eltern“ unserer Schwesterorganisation NARUD e.V. statt. Wegen der Corona-Regeln wurde aus zwei geplanten Wochen eine.

Was wir gelernt haben

  • Die Nachfrage war groß: 2018 kamen deutlich mehr Kinder als geplant.
  • Ferienangebote fehlen, vor allem für Kinder, deren Familien nicht verreisen können.
  • Vorbilder sind wichtig, besonders Trainer*innen und Referent*innen aus der afrikanischen Diaspora.