Projekte

Frühere Projekte in Kamerun und Togo

Wo
Foumban und Koufomloum (Kamerun), Togo
Partner
ADDC, Foumban
Gefördert von
Schulbau in Koufomloum: Schmitz-Stiftungen aus Mitteln des BMZ L’avenir c’est ici: Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM)

Seit 2008 arbeiten wir in Kamerun mit unserer Partnerorganisation ADDC in Foumban zusammen. Hier stellen wir abgeschlossene Projekte vor: die Krankenhaus-Moschee in Foumban, eine Schule in Koufomloum, das Beratungszentrum „L’avenir c’est ici!“ und ein Wasserprojekt in Togo.

Die Krankenhaus-Moschee in Foumban (2013)

2013 haben wir die Moschee neben dem städtischen Krankenhaus in Foumban erweitert. Dazu kamen Trinkwasser für die Menschen in der Umgebung, öffentliche Toiletten und eine Bibliothek für Kinder und Jugendliche. So sollte die Moschee neben ihrer spirituellen auch eine soziale Aufgabe übernehmen – als Lernort, offen für Menschen jeden Glaubens.

Kranken Menschen in Foumban helfen wir bis heute: Mit „Gesundheit ist alles“ übernehmen wir Krankenhauskosten für besonders bedürftige Patient*innen.

Eine Schule für Koufomloum (2016–2017)

Koufomloum ist ein Dorf rund 20 Kilometer von Foumban entfernt. Hier leben viele Bororo, eine nomadische Minderheit. Gemeinsam mit ADDC wollten wir den Kindern im Dorf den Schulbesuch erleichtern, vor allem den Mädchen und den Kindern der Bororo.

Zwei Fotos: links setzt ein Mann bei einer Feier mit Transparenten von AMK einen Grundstein, rechts stehen junge Männer in grünen Trikots vor einem Schulgebäude
Aus dem Schulbauprojekt in Koufomloum

Von August 2016 bis Juli 2017 entstand ein Schulgebäude mit zwei Klassenräumen auf 176 m², ausgestattet mit neuen Schulbänken. Bis dahin mussten sich je zwei Klassen einen Raum teilen. Eltern und junge Männer aus dem Dorf übernahmen einen großen Teil der Hilfsarbeiten. Für Mauern, Dach und Schalung kamen Fachkräfte dazu, ein erfahrener Bauleiter koordinierte den Bau.

Eine Kampagne warb bei den Familien, besonders bei den Bororo, für Bildung und für gleiche Chancen von Mädchen und Jungen – über das Radio communautaire du Noun, bei Veranstaltungen an der Schule und bei religiösen und traditionellen Feiern. Auch der Schulförderverein und das Entwicklungskomitee des Dorfes erhielten Fortbildungen.

  • Rund 650 Kinder meldeten sich zum Schuljahr 2017/18 an, 250 mehr als im Jahr davor.
  • 10 Frauen aus dem Dorf wurden in fünf Workshops zu Bildungsmultiplikatorinnen fortgebildet.
  • 1. Preis in der Kategorie „Engagement in Afrika“ auf der Messe der Brückenbauer beim KENAKO Afrika Festival 2017 in Berlin. Die Jury lobte besonders den inklusiven Ansatz.

L’avenir c’est ici! – Die Zukunft ist hier! (2017–2018)

Im Département Noun fanden viele junge Menschen kaum Arbeit, obwohl etwa Landwirtschaft, Dienstleistungen und Handel viel Potenzial boten. Vor allem junge Männer zogen deshalb in die großen Städte im Süden. Dort drohten neue Gefahren wie Schleuserkriminalität und Radikalisierung. Wer scheiterte, wollte oft nach Europa.

Kern des Projekts war ein Beratungszentrum für Existenzgründung, Berufsorientierung und legale Migration an der Berufsschule CENSAMA in Foumban. Dienstags und freitags gab es Sprechstunden. Ein Gremium aus zwölf Fachleuten von Elterninitiativen, Moscheen, Kirchen, Schulen und Radiosendern begleitete die Arbeit.

Die Kampagne „L’avenir c’est ici!“ informierte über die Risiken irregulärer Migration: bei Veranstaltungen in Dörfern und Schulen sowie im kamerunischen Fernsehen und Radio. In Berlin sprachen wir in sechs Gesprächskreisen mit der afrikanischen Diaspora über legale Wege der Migration und über Chancen in den Herkunftsländern.

  • Mehr als 50 junge Menschen zwischen 16 und 30 Jahren wurden ausführlich beraten, dazu kamen Kurse zu Buchhaltung, Marketing, EDV und Businessplan.
  • 15 Teilnehmende haben wir in die Selbstständigkeit begleitet. Neun erhielten zinslose Kleinkredite über eine Spargemeinschaft (Tontine).
  • Rund 1.500 Menschen kamen zu sechs Veranstaltungen in Dörfern, 160 Schüler*innen zu vier Veranstaltungen an Schulen.

Wasser für alle in Togo

Mehr als 300 Millionen Menschen in Afrika haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, obwohl die Vereinten Nationen das Recht auf Wasser 2002 als Menschenrecht festgeschrieben haben. Täglich sterben Menschen an Krankheiten durch verunreinigtes Wasser, die sich mit einer hygienischen Versorgung leicht verhindern ließen.

Kégué ist eines der ärmsten Viertel der togoischen Hauptstadt Lomé, rund 300.000 Menschen leben hier. Sauberes Wasser war knapp. Mit dem Projekt wollten wir das ändern: Ein neuer Brunnen sollte den Menschen im Viertel und in der Umgebung Wasser liefern, das ihre Gesundheit nicht mehr gefährdet.

Der Schulbau in Koufomloum wurde von den Schmitz-Stiftungen aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert, „L’avenir c’est ici!“ vom Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM).