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Das erste entwicklungspolitische Projekt konnte AMK e.V. im Jahr 2012 mit der Veranstaltungsreihe „Sicherheitsproblematik im Nordwesten Afrikas“ im Afrika Haus zu den Themen „Religiöser Extremismus in Nigeria: Politisch oder Religiös motiviert?“,  „Auswirkungen der Sicherheitslage in Nigeria auf die örtliche Ökonomie“ und  „Waffengewalt der Tuareg-Rebellen im Nordwesten von Afrika“ umsetzen. Die radikalislamistische Gruppierung Boko Haram hat bereits zahlreiche Anschläge in Abuja und anderen Städten Nigerias verübt. Die Sekte, deren Name so viel bedeutet wie "Westliche Bildung ist Sünde", kämpft seit 2009 mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Die Gruppe, die lose mit dem Terrornetzwerk al-Qaida verbunden ist, verübte regelmäßig blutige Angriffe auf Polizei, Armee und Behörden, aber auch auf Schulen und Kirchen. Im Jahr 2011 sprengte sich in Abuja ein Selbstmordattentäter der Gruppe mit einem Auto vor dem Gebäude der Vereinten Nationen in die Luft und riss mindestens 26 Menschen mit in den Tod. Allein seit Jahresbeginn sollen Boko-Haram-Kämpfer etwa 1500 Menschen getötet haben - zumeist bei Angriffen auf Orte im Norden Nigerias. Erst am Sonntag (13.04.2014) waren bei einem Angriff auf mehrere Dörfer mindestens 60 Menschen getötet worden. (syd/Reuters/dpa/AFP)

 

Im Jahr 2013 baut das Projekt „Frieden in Westafrika“ auf dem Vorprojekt „Sicherheitsproblematik im Nordwesten Afrikas“ auf. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass eine Regionalanalyse und intensivere Betrachtung der Problematik notwendig ist. Die zunehmende Zahl der Attentate in Mali und Nigeria gab umso mehr Anlass zur Sorge, da immer mehr Hinweise auf Verbindungen von MNLA(in Mali) und Boko Haram (in Nigeria) zu der maghrebinischen Filiale von al-Qaida (AQMI) hindeuten. Die Ansar-al-Din-Miliz ist mit der AQMI verbündet, die Dutzende Entwicklungshelfer entführt hat. Andere radikale Gruppierungen, etwa die Bewegung für Einheit und Jihad in Westafrika (Mujao), haben sich ihr angeschlossen. Gemeinsam verfolgen sie ein Ziel: die Errichtung eines Scharia-Staates in der Sahara. Neben dem schon ausgebrochenen Konflikt in Nord Mali könnten auch Niger, Burkina, Mauretanien, Tschad und Algerien weiter destabilisiert werden. Die Grenze zwischen Niger und Mali ist 821 Kilometer lang. Sie ist an sich schon unkontrollierbar. Seit die Islamisten im Norden Malis die Macht an sich gerissen hatten, fliehen Zehntausende in die Nachbarländer. In Niger befürchtet man, dass auch islamistische Kämpfer ins Land kommen.

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